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KUKA verkaufen


19.01.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Gordon Schönell, stuft die Aktie von KUKA (ISIN DE0006204407 / WKN 620440) weiterhin mit "verkaufen" ein.

Die Gesellschaft erziele in etwa zwei Drittel ihrer Umsätze mit der Automobilindustrie. Hier sehe man ein deutliches Risiko, auch wenn KUKA erkläre, der Konzern sei weniger abhängig von den abgesetzten Autos der Kunden. Stattdessen profitiere KUKA von einer hohen Modellvielfalt der OEM's. Eben diese Modellvielfalt solle aber weiterhin hoch bleiben, da die Autobauer gezwungen seien, mit neuen Modellen auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Dies möge zutreffend sein, dennoch würden die Autohersteller bei den massiven Verkaufsrückgängen ein besonderes Augenmerk auf die Kostenseite werfen.

In diese Richtung gehe auch eine steigende Anzahl von zu beobachtenden Re-Tooling zulasten von Greenfield-Projekten. Dies bedeute, bestehende Produktionslinien würden angepasst und es werde nicht, wie bisher häufig üblich, für ein neues Modell eine komplett neue Linie installiert. Damit würden folglich Umsatzeinbußen einhergehen. Zum anderen erwarte man, dass die Preisverhandlungen mit den OEM's deutlich schwieriger würden, was sich entsprechend negativ auf die Margen auswirken werde.


Weitere Risiken sehe man in dem KTPD-Projekt, also der Fertigung der Rohbaukarosserie für den Jeep Wrangler von Chrysler. Zwar habe Chrysler von der amerikanischen Regierung Anfang Januar einen Notkredit über vier Milliarden US-Dollar erhalten, fordere allerdings noch weitere drei Milliarden US-Dollar an Staatshilfen. Aufgrund der strukturellen Probleme von Chrysler sei weiterer negativer Newsflow nicht ausgeschlossen, der nach Erachten der Analysten auch negativ auf KUKA laste. In einem Worst-Case-Szenario könnte sich aus diesem Projekt ein Abschreibungsbedarf in Höhe von bis zu 77 Mio. Euro ergeben.

In Bezug auf die General Industry sei KUKA sehr zuversichtlich und verweiße auf eine gewisse Antizyklik im Geschäft in konjunkturell schwachen Zeiten, da durch den Einsatz von Robotern die Produktionsprozesse effizienter und entsprechend kostengünstiger vollzogen werden könnten. Die Analysten würden denken, dass die Unternehmen ihre Produktionsprozesse in den Boomjahren entsprechend optimiert hätten und jetzt die Investitionen deutlich zurückschrauben würden. KUKA selber sehe zudem großes Potenzial in der Luftfahrt- sowie der Solarzellenindustrie. Der Einstieg in die Luftfahrtindustrie werde nach Erachten der Analysten zulasten der Marge gehen, da KUKA als neuer Player in diesem Markt Preiszugeständnisse machen müsse, um sich zu etablieren. Die Nachrichtenlage aus der Solarindustrie sei zuletzt auch überwiegend negativ gewesen.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe würden ihr Kursziel auf 7,80 Euro von zuvor 10 Euro reduzieren. Zu ihrem Kursziel würden sie durch einen Peer-Group-Vergleich gelangen, welcher zeige, dass die Aktie im Vergleich zu ihren Closets-comparables zu hoch bewertet sei. Auch wenn KUKA derzeit bemüht sei, die Abhängigkeit von der Automobilindustrie weiter zu verringern, sehe man hierdurch wenig Aufwärtspotenzial, denn von der General Industry kämen in diesem globalen wirtschaftlichen Abschwung ebenso keine Impulse. Darüber hinaus sehe man ein beträchtliches Risiko hinsichtlich Abschreibungen auf den Wert der für Chrysler produzierenden amerikanischen Tochtergesellschaft KTPD.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Aktie von KUKA unverändert mit dem Anlageurteil "verkaufen" ein. (Analyse vom 19.01.2009) (19.01.2009/ac/a/d)




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